Wirtschaftszahlen
2007 war das neunte ununterbrochen gute Jahr für die russische Wirtschaft. Damit ist das Ziel von Präsident Putin, bis 2010 eine Verdoppelung des BIP gegenüber 2004 zu erzielen, in erreichbarer Nähe. Die russische Wirtschaft wächst auf vielen Ebenen. Besonders stark ist aber der Wachstumsschub durch Konsumausgaben. Die Bauindustrie trägt mit über 20% stark zum Wachstum bei, während die produzierende Wirtschaft zwar besser als im Vorjahr abschloss, aber noch hinter den Wünschen zurückblieb. Bedeutende Wirtschaftssektoren sind die Öl- und Gasindustrie, die Schwerindustrie sowie die Grundstoffindustrie. |
|
Investitionsmöglichkeiten
Das Jahr 2007 brachte einen starken Anstieg ausländischer Investitionen in Russland. Im Jahr 2007 wurden ausländische Direktinvestitionen in der Höhe von etwa 55 Mrd. USD verzeichnet (4,5% des BIP), was einer Verdoppelung zum Vorjahr gleichkommt. Ein Großteil der ausländischen Direktinvestitionen geht weiterhin in den Öl- und Gassektor.
Jedenfalls sieht man im Anstieg der Direktinvestitionen sowohl 2006 als auch 2007, dass das Vertrauen der ausländischen Investoren weiter zunimmt. Die Wirtschaftsforscher rechnen damit, dass auch für die nächsten Jahre das reale Wirtschaftswachstum in Russland über 6% zu liegen kommen wird. Es sind derzeit keine Stolpersteine für die russische Wirtschaft zu sehen.
Es zeigte sich auch 2007 ein stetiger Strom von neuen österreichischen Investoren nach Russland, sowohl im Bereich der Produktion als auch im Vertrieb. Schwerpunkt war der Baustoffsektor, gefolgt von Holzverarbeitung. Weiterhin stark ist die Präsenz des österreichischen Finanzsektors in der Russischen Föderation. Die Investitionen gehen natürlich zu einem großen Teil in die russischen Regionen, deren Bedeutung auch 2007 verstärkt sichtbar wurde.
Die gute Prognose für die russische Wirtschaft ist auch eine gute Prognose für die österreichischen Exporte. Der russische Markt, der mit »chancenreich, aber schwierig« definiert werden kann, bietet gute Möglichkeiten. Viele österreichische Firmen nehmen diese bereits wahr.
Bildung, Personal und der Arbeitsmarkt
Wie in den letzten Jahren, ist auch 2007 das Inflationsziel der Regierung, das mit 8% ambitioniert gesetzt war, verfehlt worden. Es gab eine Beschleunigung der Inflation gegen Jahresende auf etwa 12% und auch 2008 setzt sich diese hohe Inflation fort.
Die massive Erhöhung der Nominal- und Reallöhne setzte sich 2007 fort, und es gab bis Ende November real um 15%, nominell um etwa 25% höhere Löhne als im Vergleichszeitraum 2006. Nachdem bereits 2006 die Reallöhne um 13,4% gestiegen waren, spüren die russischen Unternehmen verstärkt die massive Steigerung der Kosten für Personal, was vor allem in den Großstädten wie Moskau und St. Petersburg sichtbar wird.
Die Arbeitslosenquote liegt derzeit bei 6,1% nach ILO-Standard für ganz Russland. Sie ist jedoch regional sehr unterschiedlich verteilt. Während es in den Großstädten derzeit bereits ein massives Arbeitskräftedefizit gibt, ist in manchen ländlichen Gebieten die Arbeitslosenrate weiterhin relativ hoch. Von den 142 Mio. Einwohnern sind 74 Mio. im erwerbsfähigen Alter. 67,2 Mio. sind davon unselbständig Erwerbstätige. Davon sind 48,2% im Industrie- und 51,8% im Dienstleistungssektor beschäftigt.
Das durchschnittliche Gehaltsniveau liegt bei 330 EUR bei einem Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr in der Höhe von ca. 25%. Dennoch leben ca. 22 Mio. Menschen unter dem Mindesteinkommen. Die Gehälter haben sich branchenspezifisch und regional sehr unterschiedlich entwickelt. Die höchsten Gehälter werden in exportorientierten Rohstoffunternehmen, in »oligarchischen« Holdings, in Produktions-unternehmen für Massenwaren und in Telekommunikationsunternehmen bezahlt. Die niedrigsten in der Landwirtschaft, Bildung und im Gesundheitswesen. Die Unterschiede zwischen nationalen und internationalen Firmen verschwinden zusehends. Moskau und St. Petersburg liegen 100 bis 150% über allen anderen Regionen.
53% der Bevölkerung sind Frauen mit höherem Ausbildungsstand; sie besitzen 40% der Kleinunternehmen. Nur 10% der Top-Managerposten sind von Frauen besetzt, die bis zu 37% weniger verdienen als Männer.
Der Arbeitgeberbeitrag zur gesetzlichen Sozialversicherung, die so genannte »Sozialsteuer«, beträgt 26% des jährlichen einkommenssteuerpflichtigen Einkommens des Arbeitnehmers mit regressivem Steuersatz (fallend auf 2% für Jahreseinkommen über RUR 600.000). Das bedeutet, dass Einkommensteile über derzeit jährlich ca. € 16.600 nur mehr mit Lohnebenkosten von 2% belastet sind. Die Einkommenssteuer der Arbeitnehmer (Einbehalt durch Arbeitgeber oder Selbsterklärung) beträgt 13% Flat-Tax auf das gesamte Einkommen (= »Welteinkommen«), aber 30% für in Russland nur »beschränkt« steuerpflichtige Ausländer/innen (hier gilt die sog. 183 Tageregelung zu beachten). Vorschriften für »generelle« und »individuelle« fristgerechte (d.h. vor Beschäftigungsbeginn) Beschaffung von Beschäftigungsgenehmigungen für Ausländer/innen sind streng zu beachten, ebenso die Regelungen für beschränkte Steuerpflicht, für fristgerechte Steuererklärungen und Steuerabfuhr. Es wird empfohlen, hier unbedingt professionelle Hilfe bereits vorab in Anspruch zu nehmen.
Der Arbeitsmarkt in Moskau ist eine besondere Welt. Von den 10,4 Mio. Einwohnern sind 6,3 Mio. erwerbstätig, 38% haben Hochschulbildung bei einer Arbeitslosigkeit von nur 0,5%(!) 2.500 Vertretungen von ausländischen Firmen und mehr als 7.500 Unternehmen mit ausländischem Kapital bereichern das Geschäftsleben dieser Stadt, in der jede Woche ca. 215.000 Stellenanzeigen geschaltet werden.
Das derzeitige Ausbildungssystem beruht auf einem 11-jährigen Schulsystem und aus einer 5-6 jährigen Laufbahn zur Erlangung eines Universitäts-Diploms. Die Tendenz zu einer Harmonisierung zwischen dem russischen und dem europäischen Ausbildungssystem ist deutlich erkennbar: ca. 4.000 Studenten pro Jahr absolvieren MBA-Programme.
Kompetente Personalberatung vor Ort
HILL International Russland ist seit 1989 am russischen Markt vertreten und war das erste internationale HR-Beratungsunternehmen in der ehemaligen UdSSR.
Ab 1992 wurden erste große Rekrutierungskampagnen z. B. für 3M, Coca Cola, Mars, Robert Bosch, SCA, Schneider Electric sowie für Unilever erfolgreich durchgeführt. Langfristige Zusammenarbeit verbindet uns mit deutschen Unternehmen wie OSRAM, VEKA, Wacker Chemie, um nur einige zu nennen.
Der Fokus unseres Wirkens liegt auf der werteorientierten Suche und Auswahl von Positionen des Top- und Mittelmanagements sowie von bestens qualifizierten Spezialisten. |
Natalia Kulikova, Director of the Branch |
Unsere Kunden profitieren vom umfassenden Wissen und der Erfahrung des hochqualifizierten mehrsprachigen Teams aus Psychologen und Beratern mit breitgefächerter Erfahrung in den Bereichen Allgemeines Management, Marketing und Verkauf, Finanzwesen, Buchhaltung, Prozesssteuerung und Produktion.
Seit 2002 begleiten wir unsere Kunden auch im Bereich der Personalentwicklung mit Management Audits, Führungskräfteentwicklungs-Programmen, Assessment Center und Coachings.
HILL International Russland wird durch die Erfahrung und Fachkompetenz der HILL Netzwerk unterstützt. Über 30 Jahre Personal- und Managementberatung, wissenschaftliche Methodik und ein ausgedehntes Netzwerk in Europa und Zentralasien ermöglicht es HILL, erfolgreiche Beratung in allen Bereichen des Personals und Managements zu bieten.
Für Anfragen und Wünsche wenden Sie sich bitte an:
HILL International Russland GmbH
Natalia Kulikova
Director of the Branch
World Trade Center, Entrance 6, Office No. 1117
Krasnopresnenskaya nab., 12
RU-123610 Moscow
Tel.: +7495 258 13-69
Fax: +7495 258 13-70
Email: hill@hill-moscow.ru
www.hill-moscow.ru
Gerne können Sie Anfragen betreffend Russland auch an Ihren lokalen HILL Partner senden. So profitieren Sie von einem internationalen Projektmanagement in Ihrem Land mit lokaler Abwicklung vor Ort.

